Releaseparty Love me like you hate me

 

Von der Idee zum Buch ...

 

Wenn ich Bloggern ein Interview gebe, ist meist die eine der ersten Fragen, wie ich auf meine Buchideen komme.
"Love me like you hate me" ist ein typisches Beispiel dafür, wie so etwas abläuft.
Eines Abends saß ich auf dem Sofa und hatte diese junge Frau im Kopf, die in ihren eigenen Gedanken über einen Kerl philosophiert, den sie nicht ausstehen kann. Ich brauchte zwei Minuten, um meinen PC hochzufahren und begann und die ersten Zeilen von "Love me like you hate me" zu schreiben. Aus dieser einen Idee wurden schnell handfeste Charaktere. Wenn ihr Mitglied in meiner Gruppe seid, habt ihr den Post gesehen, den ich dann macht. Ich zeigte euch die ersten beiden Seiten und fragt, ob ihr weiterlesen wollt.
Die Antwort liegt auf der Hand, da es ansonsten das Buch nicht gäbe ~ ihr wolltet weiterlesen.
Die Geschichte von Sam&Belle war weder geplant, noch geplottet oder sonst etwas, ehe ich die ersten Worte schrieb. Und so entstehen tatsächlich die meisten und auch die besten Bücher.

 

Der Titel

Einigen von euch wird bereits aufgefallen sein, dass das Buch "Love me like you hate me" heißt, auf den Goodies aber überall "Fuck me like you hate me" steht.
Als ich mit der Story anfing, wusste ich noch nicht, ob daraus ein Buch wird, das ich veröffentliche, oder nicht. In der Phase haben meine Projekte immer Arbeitstitel, die manchmal mehr und manchmal weniger für eine Veröffentlichung geeinigt ist. Die Geschichte von Belle&Sam hatte ziemlich schnell den Arbeitstitel "Fuck me like you hate me".
Wer bis zum Ende des zweiten Kapitels liest, wird auch ziemlich schnell feststellen, warum das so ist.
Je mehr Wörter ich schrieb und desto besser lernte ich meine Protagonisten kennen und desto mehr rückten auch Gefühle in den Vordergrund. Als ich dann beschloss, aus der Story ein vollwertiges Buch zu machen und es auch zu veröffentlichen, musste ein Titel her, den man mit gutem Gewissen auf ein Buch drucken kann.
So wurde aus "Fuck" "Love".
Ich habe meine Leser abstimmen lassen, welchen Titel sie auf den Goodies haben möchten und hier hat ganz klar die unanständige Variante gewonnen, weswegen der ursprüngliche Arbeitstitel auf all den G
oodies zu finden ist.

 

Das Cover

 

Am spannendsten ist für mich als Autorin immer das Cover des Buches. Man beginnt mit ein paar Sätzen, plötzlich werden daraus Seiten und ehe man sich versieht, hat man ein paar neue Menschen in die Welt gesetzt, die ihre Geschichte erzählen wollen. Das ist der Moment, in dem man über ein Cover nachdenkt. Manchmal stehen die Cover bei mir schon recht früh, manchmal entstehen sie erst sehr spät.
Das Cover von "Love me" stand bereits sehr früh fest, da ich es ja teils als Fortsetzunsgroman in meiner Gruppe gepostet hatte.
Und was soll ich sagen?
Ich liebe das Cover wirklich.
Eigentlich liebe ich alle meine Cover, aber das hier steht auf einem kleinen extra Podest. Als Leserin sprechen mich besonders Cover an, auf denen keine Gesichter zu sehen. Glücklicherweise kann ich als Selfpublisherin bestimmen, wer auf meine Cover kommt und wenn ein Model samt hübschem Gesicht auf einem meiner Bücher landet, könnt ihr euch sicher sein, dass ich mir die Person so in etwa auch vorstelle. Bei Sam und Belle aber fiel mir das schwer. Die beiden sind sehr vielschichtig und man beurteilt Menschen häufig nach dem Äußeren. Ich wollte vermeiden, dass ihr die beiden direkt in eine Schublade steckt und ich wollte euch die Möglichkeit geben, euch euer eigenes Bild der beiden zu machen.
Wie immer hat sich Sabrina um das wunderbare Cover gekümmert. Sie hatte lediglich zwei Stocks geschickt bekommen und eine ungefähre Vorstellung von dem, was passen würde und sie hat wie immer das Beste herausgeholt.

I just love it!

 

 

Das Printbuch

 

Auch wenn wir Selfpublisher zu 90 Prozent E-Books verkaufen, ist es für mich persönlich jedes Mal ein Highlight, das Printbuch endlich in Händen halten zu dürfen.

Dieses Mal habe ich euch darüber abstimmen lassen, ob ihr das Cover glossy oder matt haben möchtet. Ihr hattet euch für matt entschieden und es war die beste Wahl.
Ich LIEBE das Printbuch.

Da man im Printbuch kreativer sein kann, als beim E-Book, nutze ich die Möglichkeit immer, euch nicht nur ein inhaltlich ansprechendes Buch zu liefern, sondern es auch optisch zu einem tollen Erlebnis zu machen.
Nachdem mich die Formatierung von sexy Aaron fast alle meine Nerven gekostet hat ~ wer das Printbuch zuhause liegen hat, weiß, wovon ich spreche ~ habe ich mich diesmal für ein simpleres Design entschieden.
Den Schnörkel am Ende jedes Kapitels findet ihr ebenfalls im E-Book.

 

Belle

Heute stelle ich euch die Charaktere vor und wir beginnen mir der Protagonistin.
Normalerweise fliegen mir die Namen regelrecht zu, wenn ich eine Figur im Kopf habe. Bei Belle war es schwieriger. Ich habe lange nach einem Namen gesucht, der auf ihren Charakter passt. Ihr Charakter ist nämlich hin und wieder ... ein bisschen schwierig.
In letzter Zeit habe ich oft von Lesern das Feedback bekommen, dass ihnen in vielen Büchern immer die gleiche Protagonistin begegnet ~ hübsch, zurückhaltend, unscheinbar und doch schaffen sie es nur mit ihrer Anwesenheit den Bad-Boy-Milliardär unbeabsichtigt um den Finger zu wickeln.
Deswegen wollte ich mal eine andere Frau in den Vordergrund stellen. Nach außen gibt sie zwar die taffe, unnahbare Frau, die nichts an sich heranlässt, aber tief in ihr, steckt noch eine andere Seite, die ihr während des Lesens hoffentlich nach und nach entdeckt.
Aufgrund dessen fand ich den Namen Annabelle für sie perfekt, weil sie von einem Teil der Figuren Anna von dem anderen Teil Belle genannt werden kann.
Für mich persönlich ist Belle eine wichtige Figur, weil sie vieles repräsentiert, mit dem ich mich selbst identifzieren kann. Deswegen ist mir wahrscheinlich auch das Schreiben ihrer Kapitel unheimlich leicht gefallen.
Sie hat einen Dickkopf, kann schnell ein bisschen zickig werden und hat noch kein Gegenmittel für ungebetene Gefühle für sexy Barbesitzer gefunden, was sie selbst am meisten auf die Palme bringt.

Meine Lieblingseigenschaft an ihr ~ sie lässt sich von nichts unterbuttern. Sie macht einfach weiter und kommt letztendlich auch genau dort an, wo sie endlich ihr zuhause findet.

Sam

Ja, Sam ...
Er ist ein Hottie!

Mehr brauche ich zu ihm glaube ich nicht sagen.

Manchmal tue ich mich mit den männlichen Charakteren schwer, aber Sam ging mir unheimlich gut von der Hand. Er ist ein bodenständiger Kerl, der im Übrigen eine Bar besitzt (falls jemand die ersten Sätze von "Love me" noch nicht gelesen hat), und der ein Händchen dafür hat Belle auf die Palme zu bringen.
Ich habe noch nie so gerne Szenen zwischen zwei Protagonisten geschrieben. Die Chemie hat einfach gestimmt.
Was ich an Sam besonders mag, ist, dass er sich nicht einfach das nimmt, was er will. Diese Alpha-Bad-Boy-Attitüde werdet ihr bei Sam nicht finden. Dafür ist er witzig, hat jede Menge Charme und kann küssen wie ein Weltmeister.
Wenn ihr Adam mochtet, dann wird euch Sam mit Sicherheit auch gefallen.

Meine Lieblingseigenschaft an ihm ~ er riskiert für die Menschen, die ihm wichtig sind alles <3 Er ist aufrichtig und auch mal ein bisschen emotional.

Die Location

 

Love me like you hate me spielt in Glasgow.
Vor kurzem war ich dort und hatte eigentlich nicht viel von der Stadt erwartet. Wenn man nach Schottland fährt, steht Glasgow nicht unbedingt ganz oben auf der Liste. Ursprünglich wollte ich nach Edinburgh, aber es kam etwas dazwischen, weswegen ich im wunderhübschen Glasgow gelandet bin.
Und was soll ich sagen?
Ich war absolut begeistert!
Glasgow ist seitdem einer meiner neuen Lieblingsorte. Es gibt sehr viele kleine Gässchen, alte Häuser mit wundervollen Gärten, aber auch sehr viel moderne Architektur. Insbesondere an den Ufern.
Und nicht zu vergessen ~ all die tollen Pubs und Bars!
Ich habe die paar Tage, die ich dort verbracht habe, wirklich geliebt und bin mega happy darüber gewesen, endlich mal eine Geschichte dort spielen lassen zu können.
Wenn ihr für nächstes Jahr noch nichts vor habt, stattet auf jeden Fall Glasgow einen Besuch ab.

Am meisten begeistert hat mich in Glasgow das Kelvingrove. Ich war noch nie solange in einem Gebäude. Bzw. stand davor und habe einfach nur gestaunt!
Das Kelvingrove ist ein Museum und steht in der Nähe der Universität von Glasgow (die auch eine kleine Mini-Rolle in dem Buch ergattern konnte) und als ich das erste Mal vor der Universität stand, hätte ich schwören können, die haben Harry Potter dort gedreht. Insbesondere, wenn man die Gebäude nachts sieht.

Wenn die Geschichte in Glasgow spielt, muss natürlich auch eine Bar eine gewichtige Rolle einnehmen. Es war also schnell klar, dass Sam der Besitzer dieser netten Location ist, was natürlich einer der Aufhänger schlechthin in dem Buch ist.
Ich war in vielen Pubs/Bars und ich habe mich überall total wohl gefühlt. Die Menschen dort sind sehr nett und können einen tatsächlich unter den Tisch trinken.
Man muss auch viel trinken, weil man ansonsten wahnsinnig wird, weil man kein Wort in der Regel von dem versteht, was die Leute da sagen.
Probiert euch auf jeden Fall auch durch die einheimischen Biersorten. Dort findet man ein paar leckere Alternativen zu dem guten deutschen Bier.
Und nehmt auf jeden Fall einen Eventabend in einer Bar mit. Die schottische Volksmusik macht wirklich Fun!

Der erste Twist

Ich habe euch ja bereits davon erzählt, wie die Idee zu dem Buch entstanden ist ~ es war eine spontane Eingebung.
Nachdem also feststand, dass ich die Geschichte von Belle weiterschreiben werde, beschloss ich auf jeden Fall einen Perspektivenwechsel einzubauen, da der ja in meinen letzten beiden Veröffentlichung gefehlt hat und ich aus eurem Feedback weiß, wie gerne ihr die Gedanken beider Protagonisten lest.
Also kam das zweite Kapitel aus Sams Sicht. Und das war Recht interessant zu schreiben, weil ich bis dato keine Ahnung hatte, wer Sam war.
Barbesitzer.
Geht Belle auf die Nerven.
Hat den einen oder anderen flotten Spruch auf den Lippen.
Und sieht ziemlich gut aus.
Daraus kann man ziemlich viel machen. Am spannendsten sind für mich bei neuen Projekten die Szenen, in denen die beiden glücklichen Turteltauben, die ich im Laufe der Geschichte gedenke aneinander zu bringen, aufeinander treffen. Man kann diese Szene vorher auch nicht groß plotten ~ wenn man sie schreibt, ist man genauso Zuschauer, wie ihr Leser am Ende auch.
Ich schrieb die Szene also, wie Sam bei sich in der Küche steht und sich erst einmal über das Essen aufregt, dass er nie zu Gesicht bekommt, weil Belle es ihm wegfuttert (Frauen, die einen guten Hunger haben, sind immer sympathisch). Und dann ... kam Belle nach Hause und ich hatte die Idee plötzlich im Kopf, dass ich die beiden nicht ein paar Kapitel lang umeinander herumtänzeln lasse, sondern gleich mit dem Hammer auf den Tisch haue! Wen kann man schließlich mehr hassen, als den Typen, den man eigentlich nicht leiden will, der einem aber die besten Höhepunkte ever bereitet, nach denen man bereits ein bisschen süchtig ist?
Für mich funktionierte das plötzlich blendend, dass die Beiden schon wissen, welche Qualitäten der andere aufzuweisen hat.

Ich hoffe, ich konnte euch mit dem Twist am Anfang ein bisschen überraschen und euch hat die Abwechslung gefallen, dass ihr nicht dem Vorgeplänkel beiwohnen musstet, sondern direkt mitten in der Geschichte wart.

 

Die Nebencharaktere (Bethy&Shaw)

 

Jess existierte bereits seit Seite 1 als einer der wichtigsten Nebencharaktere. Immerhin ist sie der Grund, weswegen Belle sich überhaupt in ein Flugzeug setzt.
Dann brauchte ich noch ein paar Personen für ein gelungenes Ensemble. Der Charakter von Bethy war sehr schnell gefunden, da Sam einfach ein netter Kerl ist, den so jemand wie Bethy unheimlich gut an der Seite gebrauchen kann. Zudem war für mich das Thema Eifersucht von Anfang an ein willkommenes kleines Drama in dem Buch. Und was passt besser, als eine Frau, auf die man eifersüchtig sein will, die man hassen will, die man am liebsten mit Dreck bewerfen will, die aber einfach sympathisch und nett ist, sodass man ihr kein Haar krümmen will?
Richtig.
Nichts.
Von Anfang an war Bethy also die perfekte "Gegenspielerin" für Belle, da Belle sich erst einmal überlegen muss, wie sie mit der Situation umgeht. Belle hat eine große Klappe und hätte wahrscheinlich kein Problem damit gehabt, einer blonden Barbie-Tussi ihr geschätzte Meinung frech ins Gesicht zu sagen. Aber das wäre zu einfach gewesen und einfach kann schließlich jeder.
Außerdem fand ich es für Belles Entwicklung sehr wichtig, dass sie auf Menschen trifft, die das Gegenteil von dem sind, was sie erwartet. Und Bethy erfüllt diese Rolle perfekt!

Kommen wir zu Shaw
Shaw habe ich von Anfang an nicht auf dem Schirm gehabt. Aus dem einfachen Grund - es gab schon Bethy. Eifersucht ist eine super Sache, wenn man ein bisschen Drama braucht und die Protagonisten ein Problem mit ihren Gefühlen haben (Eifersucht entlarvt ALLES!!!), aber wenn zu viel Eifersucht da ist, dann kann es schnell nervig für den Leser werden. Ich wusste also nicht so recht, was ich mit Shaw anfangen soll. Er ist dieser gut aussehende, mega gebildete Kerl, der auch seine Eigenheiten hat und Belle ein bisschen um den Finger wickelt. Lange Zeit habe ich darüber nachgedacht, ob ich Shaw nicht zu einer Frau machen soll. Es hätte dann keine Sex-Szenen, sondern ehe "zwei Frauen, die sich betrinken und Freundinnen werden"-Szenen gegeben. Das wäre wahrscheinlich auch gut geworden, aber je mehr ich Shaw in die Geschichte einbaute, desto mehr verknallte ich mich in seine Rolle. Ich stehe ja auf Männer mit ein bisschen Grips im Hirn.
Ich sprach mit einigen Leuten darüber, ob er bleiben soll oder nicht - und am Ende entschied ich mich dafür, Shaw in der Geschichte zu lassen, wie er ist.
Und was soll ich sagen? Er hat jede Menge Fans bekommen! Genau wie Bethy ... so viele Fans, dass ich mich vor Anfragen bezüglich eines zweiten Buches nicht mehr retten kann.
Ich peile Shaw&Bethy für Herbst 2017 an. Ihr dürft es euch also schon einmal im Kalender markieren.

Für mich sind die Nebencharaktere genau so wichtig, wie die Protagonisten, weswegen ich versuche, ihnen so viel Raum wie möglich zu geben. Im realen Leben sind es schließlich auch Freunde und Familie, die in turbulenten Zeiten immer ein Ohr haben. Ob es nun aus Neugierde, Hilfsbereitschaft oder Freundschaft ist. Deswegen hoffe ich, dass ich euch auch weiterhin mit der Aufteilung von sexy Scenes, witzigen Dialogen und den ernsten Aussprachen begeistern kann.

PS: Ich kann Shaws Nachnamen immer noch nicht schreiben. Das war auch die ausschlaggebende Inspiration für Belles Unfähigkeit den Namen überhaupt auszusprechen, geschweige denn zu schreiben. Wenn die Autorin es nicht schafft, ist die Protagonistin dazu auch nicht in der Lage.
Colquhoun spricht man im Übrigen Kalluuuun aus.
Hat mir ein echter Schotte verraten.

 

 

 

 

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