Paid Love 2

 

 

Die spannende Fortsetzung von Adrians&Chloes Geschichte

 

Chloes Leben könnte perfekt sein. Sie hat einen Job, den sie liebt und einen Freund, der sie jeden Tag zum Lächeln bringt. Seit einem halben Jahr ist sie mit Adrian zusammen und kann sich ein Leben ohne ihn gar nicht mehr vorstellen. Als er sie bittet, bei ihm einzuziehen, würde sie am liebsten ›Ja‹ schreien, gäbe es da nicht diese drei kleinen Wörter, die er bislang nicht über die Lippen gebracht hat. Chloe versucht daraus kein Drama zu machen, aber ihre Zweifel an Adrians Liebe werden immer größer. Als dann plötzlich Adrians vergangener Job als Callboy wieder im Raum steht, beginnt für Chloe eine emotionale Achterbahnfahrt, deren Ausgang für alle Beteiligten ungewiss ist.

 
 
 

LESEPROBE

 

Chloe

Ich reiße urplötzlich die Augen auf und starre das Handy an, das ich fest umklammert halte.
Nein, nein, nein! Ich dumme Nuss habe den Wecker ausgestellt und bin wieder eingeschlafen!
Ich drücke wild auf dem Smartphone herum, bis mir die Uhrzeit angezeigt wird. Das helle Display blendet mich für einen Moment und ich muss die Augen zusammenkneifen, bis ich etwas erkennen kann.
8 Uhr 22 ...
Verdammter Bockmist! In einer Stunde erwartet mich der erste Klient in der Kanzlei und ich liege noch ungeduscht und verschlafen in meinem Bett. Eigentlich ist es Adrians Bett, um genau zu sein. Und der Besitzer liegt wohlig schlummernd neben mir.
»Was ist los?«, murmelt er plötzlich ins Kissen. Er schlummert wohl doch nicht so wohlig, wie ich dachte ...
»Ich bin zu spät«, sage ich und springe im selben Atemzug aus dem Bett. Ich lege mein Handy auf den Nachttisch und hebe die erstbesten Klamotten vom Boden auf, die ich finden kann und die für einen Arbeitstag noch tauglich sind.
Ich höre, wie Adrian sich im Bett aufrichtet und spüre sogleich seinen Blick auf meinem Hintern, als ich mich bücke, um meine Kleidung einzusammeln.
»Schlaf weiter«, murmle ich, bevor er noch auf dumme Gedanken kommt, zu denen ich definitiv nicht Nein sagen werde und mir die erste Abmahnung in meiner Karriere als Anwältin bescheren, weil ich vor heute Mittag nicht im Büro auftauchen werde.
»Ohne dich ist es nur halb so schön im Bett.«
Unvermittelt richte ich mich auf und schaue zu ihm zurück. »Callboy-Handbuch-Tipp Nummer 254: Wie versüßt man Frauen bereits am Morgen den Tag?«, erwidere ich und lächle.
»Soll ich dir mal Tipp Nummer 244 zeigen? Der ist viel interessanter ...«
Sofort sehe ich das Blitzen in seinen Augen und weiß, dass ich schleunigst aus dem Zimmer verschwinden sollte, ehe ich mich ausziehe, anstatt mich anzuziehen.
»Zeig nachher den korrespondierenden Tipp für den Abend, denn ich muss mich wirklich beeilen«, seufze ich und raffe alle nötigen Kleidungsstücke, die ich an diesem Tage benötigen werde, in meinen Armen zusammen, um mich so schnell wie irgend möglich in Schale zu werfen.
»Ich werde es mir merken«, erwidert Adrian. »Gehst du duschen?«
»Ja. Aber alleine.« Mittlerweile kann ich ihm jeden versauten Gedanken praktisch an der Nasenspitze ablesen. Zumindest fast jeden. Er ist immer wieder für eine Überraschung gut.
Ich flitze endlich aus dem Schlafzimmer, um so schnell wie möglich geduscht und abfahrbereit im Flur zu stehen. Und um der süßen Versuchung, die Adrian jedes Mal aufs Neue für mich darstellt, zumindest an diesem Morgen erfolgreich zu widerstehen. Im Badezimmer werfe ich den Klamottenhaufen in meinen Händen in eine Ecke, reiße mir mein Schlaf-Shirt und die Shorts vom Leib und hüpfe in Windeseile unter die Dusche.
Wahrscheinlich habe ich mit meiner Zwei-Minuten-Dusche einen neuen Weltrekord aufgestellt. Immerhin bin ich mittlerweile endlich angezogen, habe mir das übliche Make-up mehr schlecht als recht ins Gesicht geklatscht und kann mich endlich auf den Weg zur Arbeit machen. Als ich das Badezimmer verlasse, strömt mir der herrliche Duft von Kaffee entgegen. Wenige Sekunden später taucht Adrian aus der Küche wieder auf. Er hält meine Handtasche und einen Kaffeebecher in Händen.
»Handy, Schlüssel, ein Sandwich für die ersten fünf Minuten, die du durchschnaufen kannst, und einen Expresskaffee to go«, verkündet er mit einem wunderbaren Lächeln im Gesicht und reicht mir Handtasche und Kaffee. »Und weißt du, was das Beste ist?«
Ich schüttle stumm den Kopf.
»Du hast die Hände voll und kannst dich nicht wehren«, grinst er, während er mich zu sich an die blanke Brust zieht und mir einen Kuss auf die Lippen drückt.
Er löst sich sodann wieder ein Stück von mir und schaut mir in die Augen. Ich beiße mir unwillkürlich auf die Unterlippe und Adrian stiert mir sogleich auf den Mund.
»Sicher, dass du nicht doch noch mit ins Bett willst? Oder auf das Sofa ... Oder noch eine Dusche ...«, raunt er, während er meinen Hals küsst.
»Ich würde super gerne. Aber dann habe ich wahrscheinlich keinen Job mehr. Wie du weißt, bin ich immer noch in der Probezeit.«
Er seufzt enttäuscht auf. »Dann geh mal arbeiten, meine Hübsche.« Ein letzter Kuss und ich löse mich von ihm. »Hier«, sagt er und greift zur Anrichte. »Nimm das Auto.« Er hält den Schlüssel zu seinem Audi hoch.
»Nein«, gebe ich sofort von mir.
Er zieht seine Augenbrauen nach oben. »Nein? Damit wärst du schneller.«
»Ja, aber ich will keine Schramme in das Auto machen.« Ich weiß, wie sehr er dieses Auto mag. Wenn es eine Rangliste der Dinge in Adrians Leben gäbe, die er anbetet, bin ich mir ziemlich sicher, dass ich und das Auto uns ein Kopf-an-Kopf-Rennen liefern müssten.
»Das ist nur Blech, Chloe.«
»Das sagst du jetzt. Warte ab, bis die Schramme tatsächlich drin ist! Dann ist es nicht nur Blech und du wirst es mir ein Leben lang vorhalten, dass ich dein Auto verschrammt habe.«
»Das werde ich nicht tun. Jetzt nimm es schon, oder soll ich dich fahren?«
»Du bist nicht angezogen.«

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